Dyskalkulie-Therapie

Zu einer ganzheitlichen Therapie für Kinder und Jugendliche mit vermuteter Dyskalkulie gehören eine Vertiefung der Diagnostik, ein Beratungsgepräch mit Eltern (oder Großeltern bzw. Erziehungsberechtigten) und die eigentliche Therapie.

Unser Therapieangebot bei Dyskalkulie

Die genaue Diagnose bzw. deren Vertiefung

Wenn kein Gutachten vorliegt, können wir auch in der Praxis die diagnostische Abklärung machen. Wir verwenden dazu die üblichen, anerkannten Testverfahren.

Informationsgespräch mit Ihnen

Bevor die Therapie beginnt, bieten wir ein kostenfreies, unverbindliches Gespräch für die Eltern oder für Eltern und Kind an. In diesem Gespräch geht es um die Situation des Kindes und der Familie und die Inhalte der Therapie.

Ziele der Therapie

Uns ist zunächst die psychische Stärkung des Kindes oder Jugendlichen wichtig. Der Zugang zum Rechnen wird über das Lernen mit verschiedenen Sinnen geschaffen.

Inhalte einer Dyskalkulie-Therapie

Die Dyskalkulietherapie basiert auf dem ganzheitlichen Konzept der “Integrativen Lerntherapie”. Die Therapie setzt beim jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes oder Jugendlichen an und beinhaltet:

  • Arbeiten auf der Handlungsebene: Rechnen mit konkretem anschaulichem Material
  • visuelle Ebene: bildliche und zeichenmäßige Darstellung von Ziffern und Rechensymbolen
  • Abstraktionsebene (Anwendung)

Die Therapie umfasst in Einzelnen, je nach Erfordernis des Kindes

  • Trainieren von Zahlen- und Mengenvorstellung
  • Einüben des 10er Übergangs mit Zahlzerlegung
  • Verdoppeln und Halbieren von Mengen
    und Zahlen
  • Erarbeiten des Zahlenraumes bis 20, 50,
    100 , 1000
  • Vermitteln von Zeitvorstellung (Uhrzeit, Kalender, Wochen- und Monatstage)
  • Erarbeiten von Längenmaßen
    (mm, cm, dm, km)
  • Erfassen und Rechnen mit Gewichten
    (Pfund, Kilogramm...)
  • Strategien im Umgang mit Textaufgaben
  • Kopfrechentraining
  • Geometrie
  • Bruchrechnen

Übungen zur Stärkung von Wahrnehmung und Konzentration

  • Körperwahrnehmung
  • Rhythmisieren von Bewegungsfolgen
  • Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen
  • Rechenspiele
  • Einsatz von Medien (spezielle Matheprogramme für den Computer)

Prinzipien in der Therapie

  • lautes Rechnen
  • von der Handlungsebene über die bildliche Vorstellung, das Einbeziehen von Wahrnehmung und Körpermotorik zur Abstraktionsebene

 

Elterngespräche und die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften ergänzen die therapeutische Arbeit.

Ein Nachteilsausgleich, das bedeutet die Berücksichtigung der Rechenstörung oder Rechenschwäche, wird  in Bayern in Ausnahmefällen gewährt. Es liegt im pädagogischen Ermessen der Fach- und Klassenlehrer/innen und des Rektors bzw. der Rektorin die Dyskalkulie zu berücksichtigen. Rechtsgrundlage in Bayern ist die Volksschulordnung.

In Württemberg sind in der Verwaltungsvorschrift „Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf“ von 2008 Förderung und Nachteilsausgleich in der Schule aufgenommen worden. Der Nachteilsausgleich gilt nur für die Grundschule.

Folgenden behördliche Informationen können weiterhelfen:

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