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Arbeitszimmer der Freien Praxis Ulm

Die Freie Praxis Ulm

In der Freien Praxis biete ich seit vielen Jahren Hilfe für Eltern und Kinder bei Lernproblemen an und freue mich, dass Sie diese Informationsseiten im Web über mich gefunden haben.

Ich habe mich darauf spezialisiert, Familien bestmögliche und umfassende lern- und psychotherapeutische Hilfe anzubieten.

Unter der Telefonnummer 0731 / 15 90 701 können Sie gleich erste Informationen bekommen oder auch einen Termin vereinbaren.
Sie können sich auch online eintragen für ein kurzes Infogespräch über Videokonferenz.

Arbeits- und Besprechungsraum der Freien Praxis

Ein ganzheitliches Konzept

Meine Arbeit basiert auf einem ganzheitlichen Konzept. Es beinhaltet das Eingehen und Bearbeiten der psychische Situation der Kinder und Jugendlichen auf dem Hintergrund psychotherapeutischer Arbeit sowie die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder und Jugendlichen.

Das Kinder- und Jugendcoaching hilft Phobien, Ängste und Lernblockaden abzubauen und ermöglicht die Entfaltung des Potentials des jeweiligen Kindes oder Jugendlichen.

Die Themenneutrale Prüfungsvorbereitung gibt individuelle Hilfestellung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um Blockaden in Antrieb umzuwandeln und die eigenen Stärken zu erkennen und einzusetzen.

Kind liest einem anderen vor

Lerntherapie

Bei der lerntherapeutischen Arbeit steht das Erlernen beziehungsweise die Verbesserung des Lesens, Schreibens, Rechnens und der Aufmerksamkeit im Vordergrund. Über die Stärken in der Wahrnehmung bekommen die Kinder und Jugendlichen Strategien an die Hand, mit denen sie ihre Schwächen ausgleichen können.
Die Eltern erhalten Hilfe im Umgang mit den Rechen-, Lese-, Schreib- oder Aufmerksamkeitsproblemen. Ich arbeite eng mit den Schulen und anderen Einrichtungen zusammen.




Gestreckte Faust vor der Sonne

Coaching

Durch eine Kombination wirksamer Methoden aus dem Kinder- und Jugendcoaching, dem Mentaltraining sowie der Gesprächspsychotherapie gebe ich Unterstützung Ängste, Phobien, Lern- und Leistungsblockaden zu bewältigen.



Jugendlicher lernt am Schreibtisch

Lerntraining

Von den richtigen Methoden des Lernens hängt oft ein besserer Schulerfolg ab. Hier gebe ich dafür die richtigen Werkzeuge an die Hand.


Beratung und Therapie

Wenn Lebenskrisen an einem rütteln ist die Aufarbeitung manchmal nur mit Hilfe von Anderen möglich. Ich biete meine Unterstützung zur Bewältigung solcher Krisen an.


Therapeut spricht mit Frau

Lern- und Leistungs­blockaden

Durch Blockaden entsteht Lernunlust, Schulangst, Angst vor Proben und Schulaufgaben, vor Schulfächern oder Lehrkräften. Wissen und Können sind bei Proben und Prüfungen oder in Wettbewerbssituationen nicht abrufbar.

Blockaden werden meist durch Ängste ausgelöst. Aktuelle Studien zeigen, dass 20 % aller Schüler und Schülerinnen unter Schul- und Notenangst leiden. (Die Erscheinungsformen der Angst reichen von Unsicherheit, über Zwänge, Furcht, Phobien bis zu Psychosen (z. B. Lebensängste), siehe Wikipedia: Erscheinungsformen der Angst von Siegbert A. Warwitz.)

Für viele Kinder und Jugendliche ist der Schulbesuch mit Angstgefühlen verbunden. In der Praxis berichten Eltern, Kinder und Jugendliche immer wieder von Ängsten und Blackouts bei Abfragen, an der Tafel oder auch wenn sie aufgerufen werden im Unterricht. Das Wissen ist da. Die Kinder und Jugendlichen sind gut vorbereitet. Der Zugang zum Wissen und Können ist in diesen Situationen aber nicht zugänglich.

Frau hilft verzweifeltem Mädchen
Es kommen körperliche Symptome dazu:
  • Zittern

  • Herzklopfen oder Herzrasen

  • Schweißausbrüche

  • Magen-Darmbeschwerden

  • Schwindel

  • Übelkeit

Daheim beobachten die Eltern:
  • Schlaflosigkeit

  • Albträume vor Proben und Prüfungssituationen

  • Bauchschmerzen, Übelkeit ... vor der Schule oder die Eltern müssen aus diesen Gründen die Kinder  frühzeitig von der Schule abholen

Mädchen verzweifelt an zu viel Lernstoff

Das Versagen beim Abfragen, bei Proben, Prüfungen und in Wettbewerbssituationen erzeugt Stress.  Kinder und Jugendliche blockieren sich selbst. Dies wiederholt sich und kann zum traumatischen Erlebnis werden.

Das Fatale ist dann, dass sich die Blockaden verstärken, auf andere Bereiche übertragen und Erfolge ausbleiben. Ein Kreislauf von Angst und Versagen, ein Teufelskreis entsteht. Das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen leidet.

Durch starke gefühlsmäßige Belastung entstehen damit verbundene Bilder, Geräusche, Gerüche, Gefühle und überbordende Eindrücke, die nicht mehr verarbeitet werden können. Zu den psychischen Blockaden kommen körperliche Komponenten. Informationen werden in ihrer ursprünglichen Form, meist verbunden mit Angst und negativer Selbstbewertung, "eingefroren" bzw. sitzen fest wie in einer Flasche, die mit einem Korken dicht verschlossen ist. Sie stecken sozusagen fest und können nicht weiter verarbeitet werden. So beeinflussen sie Kindheit, Jugend und Erwachsenenleben (Beispiele: immer wiederkehrende Gedanken, Alpträume, Flashbacks - Traumatas).

Schlechte Noten, Ängste vor Prüfungen und Blackouts müssen nicht sein.

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Notenschutz und Nachteils­ausgleich

Schreibtisch im Comicstil

Die Möglichkeit von "Notenschutz" und "Nachteilsausgleich" in der Schule sollen  Ihnen und Ihrem Kind durch die oft erst mal schwierige Zeit im Zusammenhang mit der Legasthenie oder Dyskalkulie helfen.

Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe vom 22.01.2023, auf Gund der Klage bayerischer Schüler über die Zeugnisbemerkung des Notenschutzes (Nichtbewertung der Rechtschreibung) im Abiturzeugnis, sind die Kultusministerien aller Bundesländer aufgerufen, die Bestimmungen zu überprüfen und anzupassen.

Wichtige Aussagen des Urteils:

Legasthenie wird als Behinderung im Sinne von Art. 3 Abs. 3 des Grundgesetzes gesehen (Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden).

Es besteht die Pflicht zu Inklusion (Notenschutz und Nachteilsausgleich) und damit das Recht des Kindes bzw. Jugendlichen.

Übergangsregelung für Bayern: Notenschutz darf bis zur Neuregelung nicht im Zeugnis vermerkt sein.

Grundsätzlich sollen Prüfungserleichterungen bei Behinderungen im Zeugnis vermerkt werden.

Für Bayern und Baden-Württemberg  hier die wichtigsten derzeitigen Bestimmungen:

Gewährung von Notenschutz / Nachteils­ausgleich in der Schule

Zertifikat mit rotem Band

Schulen in Bayern

Die Rechtsgrundlagen in Bezug auf Lese-Rechtschreib-Störung in Bayern sind geregelt  im  Bayerischen Gesetz über das Erziehung- und Unterrichtswesen (BayEUG, Art. 52, Abs. 5) und in der BayerischenSchulordnung vom 01.07.2016 (BaySchO, Teil 4, Individuelle Unterstützung, Nachteilsausgleich und Notenschutz, § 31 - 36).

Nachteilsaugleich und/oder Notenschutz müssen von den Eltern bei der Schulleitung schriftlich beantragt werden.

Die Eltern können ein Gutachten von einem Kinder- und Jugendpsychiater erstellen lassen. Es ist aber auch möglich, dass sie sich direkt an eine Schulpsychologin oder einen Schulpsychologen wenden. Bei Bedarf kann eine Stellungnahme für die Schule ausgestellt werden. Die Schulleitung entscheidet über Gewährung, Art und Umfang von Notenschutz und Nachteilsausgleich, die Empfehlungen des Schulpsychologen, der Schulpsychologin können - müssen aber nicht - einbezogen werden.

Maßnahmen bei einer Legasthenie sind:

  • Unterstützung durch die Lehrkraft nach der BaySchO § 32 pädagogische Unterstützung, individuelle Förderung innerhalb des Unterrichts, technische Hilfen ... .
  • Nachteilsausgleich nach der BaySchO § 33 wie z. B. Zeitverlängerung, Hilfe zu strukturieren, Vorlesen von Arbeitstexten und Arbeitsaufträgen.
    Der Nachteilsausgleich wird nicht im Zeugnis vermerkt.
  • Notenschutz nach der BaySchO § 34 bei Legasthenie: Rechtschreibleistungen werden nicht bewertet, in Fremdsprachen werden gewusste Wörter, auch bei falscher Schreibweise, als richtig gewertet, mündliche Leistungen können stärker gewertet werden als schriftliche Leistungen (gilt nicht für Abschlussprüfungen).
    Bei Lesestörung wird in Deutsch und den Fremdsprachen gegebenenfalls das Vorlesen nicht benotet. Wenn eine kombinierte Störung - Lesen und Schreiben - vorhanden ist, können beide Maßnahmen zusammen genommen werden. Notenschutz wird vermerkt im Zeugnis.

Die Regelungen gelten für allgemeinbildende und berufliche Schulen in Bayern.

Zertifikat mit blauem Band

Schulen in Baden-Württemberg

Die Verwaltungsvorschrift von Baden-Württemberg vom 22.08.2008 enthält Regelungen über die Leistungsfestsetzung und Leistungsbeurteilung. Es gibt keine eigene Verwaltungsvorschrift für Lese-Rechtschreib- und Rechenschwierigkeiten. Die Regelungen dazu sind enthalten in der Verwaltungsvorschrift für "Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf".

Schulische Förderung und Leistungsfeststellungen werden vom Vorliegen von Leistungsdefiziten abhängig gemacht. Wenn die Leistungen im Lesen und Schreiben über ein halbes Jahr schlechter als ausreichend sind, kann der Klassenlehrer, die Klassenlehrerin eine Überprüfung und Förderung einleiten. Beratungslehrer und Schulpsychologen können hinzugezogen werden. Die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters entscheidet über die Förderwürdigkeit, Notenschutz und Nachteilsausgleich. Dies gilt für die Klassenstufen 1 - 6. Ab Klasse 7 muss eine medizinisch diagnostizierte Lese-Rechtschreibstörung vorliegen.

Im Fach Deutsch kann bei festgestellter Lese-Rechtschreibstörung der Anteil des Lesens und Rechtschreibens im Vergleich zu den anderen Lernbereichen zurückhaltend gewertet werden (Pflichtregelung). In den anderen Fächern dürfen Rechtschreibleistungen nicht in die Beurteilung der Leistung einfließen (Pflichtregelung). Dies wird im Zeugnis festgehalten. 

Bei einer schriftlichen Arbeit zur Bewertung der Rechtschreibleistung kann im Einzelfall eine andere Aufgabe gestellt oder Zeitzuschlag gewährt werden. Die Entscheidung der Klassen- bzw. Jahrgangskonferenz über die Gewährung von Nachtteilsausgleichen ist bindend für die Fachlehrer.

Die Eltern können jederzeit ein unabhängiges Gutachten von einem anerkannten Kinder- und Jugendpsychiater erstellen lassen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn die schulische Förderung nicht ausreicht, die Kinder psychische Probleme in Folge der Lese-Rechtschreibschwierigkeiten haben und die Eltern eine außerschulische Förderung über das Jugendamt in die Wege leiten möchten.

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Therapieangebot bei ADS

Zu einem ganzheitlichen Therapieangebot für Kinder und Jugendliche mit vermuteter ADS gehören eine Vertiefung der Diagnostik, ein Beratungsgespräch mit Eltern (oder Großeltern bzw. Erziehungsberechtigten) und die eigentliche Therapie.

Kopf mit fehlenden Puzzelteilen

Diagnostik

Die Diagnose einer ADHS ist ein komplexer Prozess, der entsprechend Fachkenntnis erfordert. Zuständig sind Kinder- und Jugendpsychiater oder erfahrene Kinderärzte, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben.

Eine Onlineberatung am Computer

Beratungsgespräch

Wichtig ist es, Bezugspersonen wie Eltern, Lehrer und Erzieher über die feststehende Diagnose zu informieren und mit ihnen konkrete Handlungsstrategien für den täglichen Umgang mit dem Kind zu erarbeiten. Hierzu führen wir ein umfangreiches Gespräch mit den betroffenen Personen, um Hilfen und Therapiemöglichkeiten aufzuzeigen.

Junge winkt in eine Webcam

Zielsetzung der Therapie

Da AD(H)S-Kinder aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten sehr oft Frustrationserlebnissen ausgesetzt sind, ist es uns sehr wichtig, das Selbstwertgefühl der Betroffenen zu stärken und damit die emotionale Befindlichkeit zu verbessern. Zeitgleich soll die Fähigkeit sich zu konzentrieren, zu strukturieren und selbst zu steuern erlernt werden.

Therapieinhalte

Für betroffene Kinder sind verhaltenstherapeutische Maßnahmen unerlässlich. Diese haben folgende Verbesserungen zum Ziel:

Verbesserung der Aufmerksamkeitsfunktionen und der Wahrnehmungsverarbeitung

Durch das Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungstraining wird in erster Linie die selektive Aufmerksamkeit verbessert. Damit wird eine gezielte Wahrnehmungsverarbeitung sowohl für auditive als auch visuelle Prozesse überhaupt möglich.

Verbesserung der Impulskontrolle und systematischen Handlungsplanung

Die Verbesserung der Impulssteuerung setzt zum Ziel, dass erst nachgedacht und dann gehandelt wird. Kinder lernen eine systematische Handlungsplanung vorzunehmen.

Verbesserung der sozialen Kompetenz und Erlernen von Kommunikationsregeln

Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung fällt es sehr schwer, zuzuhören und nonverbale Signale deuten zu können. Damit fehlt eine wichtige Grundvoraussetzung für eine Verständigung mit anderen. Das Erlernen von Kommunikationsregeln und das Trainieren von sozialer Kompetenz ermöglicht es ihnen sich besser mit anderen zu verstehen.

Stärkung des Selbstbewusstseins

Positive Erfahrungen sollen dazu dienen, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. In der Therapie wird viel Wert darauf gelegt, dass Kinder bewusst ihre Stärken entdecken und sie in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden.

Alltagstransfer und spielerische Automatisierung

Wichtig ist es, Therapieeffekte in den Alltag zu übernehmen. Dies kann dadurch geschehen, dass Eltern mit ihren Kindern Therapiemethoden zuhause ebenfalls umsetzen.

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